Ausstellungen

Das Kulturhaus präsentiert kontinuierlich Ausstellungen. Beim Eintritt in das Foyer empfängt die Besucher Kunst: Das Spektrum reicht von Malerei über Grafik bis zu Fotografie. Daneben zeigen wir themenbezogene Ausstellungen und geben Gruppen und Vereinen die Gelegenheit, sich darzustellen.

Sonntag, 19. August, 11:00

Ausstellungseröffnung
Zwei Künstlerinnen, zwei Techniken, zwei Stile – eine Ausstellung

Birgit Suppa und Helga von Pfeil verbindet nicht nur die gemeinsame Ausbildung an einer Hamburger Kunstschule und eine langjährige Freundschaft, sondern auch die Begeisterung für das Malen und Zeichnen. Dabei ist ihre Vorliebe für Stillleben und Pflanzen unverkennbar.

Birgit Suppa malt in Öl auf großformatige Leinwände und Helga von Pfeil zeichnet mit Farbstiften auf glattem Zeichenkarton. Mehrere gemeinsame Ausstellungen haben gezeigt, dass sich beides wunderbar ergänzt und bereichert.

Einführung: Eberhard Stosch (Kunsthistoriker)

Besichtigungszeiten: Mo/Do/Fr 12:30-15:00, Mi 18:00-19:30 Uhr u.n.V. bis zum 19.09.2018

Eintritt frei

Sonntag, 23. September, 11:00

Ausstellungseröffnung
Eppendorf im Fokus – 1972 bis 1982
Gesche-M. Cordes, Fotografien

„Mehr Demokratie wagen“, war der Wahlspruch des Bundeskanzlers Willy Brandt. Die Menschen wurden ermuntert zum kritischen Mitdenken und Gestalten. Ein 'Kulturpalast' auf Rädern stand am Isebekkanal und lud Besucherinnen und Besucher ein. Eine Bürgerinitiative forderte ein neues Bürgerhaus für Eppendorf – in der Schule am Lehmweg, in der Robert-Koch-Straße anstelle eines Parkhauses oder in der Polizeiwache in der Martinistraße. Bis ein Platz gefunden war, zog die Bürgerinitiative mit Musik und Theater, Veranstaltungen, Töpferkursen oder Kasperpuppen im Kulturpalast durch Eppendorf.

Ca. 20 Schwarz-Weiß-Fotografien aus den Jahren 1972 bis 1982 zeigen den Eppendorfer Alltag und die Proteste gegen den Abriss von Wohnhäusern.

Besichtigungszeiten: Mo/Do/Fr 12:30-15:00, Mi 18:00-19:30 Uhr u.n.V. bis zum 26.10.2018

Eintritt frei

Freitag, 19. Oktober, 19:00

Torah Images - Ausstellung und Live-Konzert

In der Torah finden wir die Urgeschichten wie die Sintflut, den Turmbau zu Babel, die Vätergeschichten (Abraham, Isaak und Jakob), die Geschichte vom Auszug aus Ägypten und die Gesetze des Mosevolkes. Nach dem Fall Jerusalems stellen sich dem Volk Israel im Exil in Babel zahlreiche Fragen.

Als babylonisches Exil wird eine Epoche der jüdischen Geschichte bezeichnet. Sie beginnt 597 v. Chr. mit der Eroberung Jerusalems und des Königreiches Juda durch den babylonischen König Nebukadnezar II. und dauert bis zur Eroberung Babylons 539 v. Chr. durch den Perserkönig Kyros II. Ab 597 v. Chr. wurde ein wesentlicher Teil der Bevölkerung Judäas, vor allem Angehörige der Oberschicht, – wie es babylonischer Praxis nach Eroberungen entsprach – nach Babylon exiliert und dort angesiedelt. Laut dem Buch Jeremia mussten bis 582 bei drei Ausweisungsaktionen insgesamt 4600 Menschen ihre Heimat verlassen.
Der Verlust des Tempels und der Heimat verunsichert. Was bleibt jetzt noch?

‚Torah Images‘ greift diese Thematik auf und präsentiert eine berührende künstlerische Umsetzung mit einer Ausstellung und einem Live-Konzert, das Musik, Fotos, Videos und Grafiken in sich vereinigt. Die Künstler*innen erzählen ‚alte‘ Geschichten und transportieren das Thema Flucht und Exil und die jahrtausendalte Auseinandersetzung der Menschen damit in die Gegenwart. Was in der Sprache der Thora nach altem Märchen und längst vergangener Zeit klingt, wird mit Hilfe belebter Bilder und eindringlicher Musik plötzlich gegenwärtig und kommt uns ganz nah. Wir können uns mit den Personen identifizieren und bekommen einen echten Zugang zu den Geschehnissen.

Ziel des Kunstprojekts ‚Torah Images‘ ist, die Figuren des Alten Testaments zum Leben zu erwecken und uns die jüdische Geschichte, die immer von Vertreibung und Exil geprägt war, nahezubringen.

Graphics: Maria Sclearenco, Photos: Shendl Copitman, Musik: Mark Kovnatskiy

€ 13,-/erm. € 10,-/SchülerInnen € 6,-

Die Veranstaltung im Kulturhaus Eppendorf im Rahmen der Tage des Exils wird die Erstaufführung in Deutschland sein.