Ausstellungen

Das Kulturhaus präsentiert kontinuierlich Ausstellungen. Beim Eintritt in das Foyer empfängt die Besucher Kunst: Das Spektrum reicht von Malerei über Grafik bis zu Fotografie. Daneben zeigen wir themenbezogene Ausstellungen und geben Gruppen und Vereinen die Gelegenheit, sich darzustellen.



Freitag, 19. Oktober, 19:00

Torah Images - Ausstellung und Live-Konzert

In der Torah finden wir die Urgeschichten wie die Sintflut, den Turmbau zu Babel, die Vätergeschichten (Abraham, Isaak und Jakob), die Geschichte vom Auszug aus Ägypten und die Gesetze des Mosevolkes. Nach dem Fall Jerusalems stellen sich dem Volk Israel im Exil in Babel zahlreiche Fragen.

Als babylonisches Exil wird eine Epoche der jüdischen Geschichte bezeichnet. Sie beginnt 597 v. Chr. mit der Eroberung Jerusalems und des Königreiches Juda durch den babylonischen König Nebukadnezar II. und dauert bis zur Eroberung Babylons 539 v. Chr. durch den Perserkönig Kyros II. Ab 597 v. Chr. wurde ein wesentlicher Teil der Bevölkerung Judäas, vor allem Angehörige der Oberschicht, – wie es babylonischer Praxis nach Eroberungen entsprach – nach Babylon exiliert und dort angesiedelt. Laut dem Buch Jeremia mussten bis 582 bei drei Ausweisungsaktionen insgesamt 4600 Menschen ihre Heimat verlassen.
Der Verlust des Tempels und der Heimat verunsichert. Was bleibt jetzt noch?

‚Torah Images‘ greift diese Thematik auf und präsentiert eine berührende künstlerische Umsetzung mit einer Ausstellung und einem Live-Konzert, das Musik, Fotos, Videos und Grafiken in sich vereinigt. Die Künstler*innen erzählen ‚alte‘ Geschichten und transportieren das Thema Flucht und Exil und die jahrtausendalte Auseinandersetzung der Menschen damit in die Gegenwart. Was in der Sprache der Thora nach altem Märchen und längst vergangener Zeit klingt, wird mit Hilfe belebter Bilder und eindringlicher Musik plötzlich gegenwärtig und kommt uns ganz nah. Wir können uns mit den Personen identifizieren und bekommen einen echten Zugang zu den Geschehnissen.

Ziel des Kunstprojekts ‚Torah Images‘ ist, die Figuren des Alten Testaments zum Leben zu erwecken und uns die jüdische Geschichte, die immer von Vertreibung und Exil geprägt war, nahezubringen.

Graphics: Maria Sclearenco, Photos: Shendl Copitman, Musik: Mark Kovnatskiy

€ 13,-/erm. € 10,-/SchülerInnen € 6,-

Die Veranstaltung im Kulturhaus Eppendorf im Rahmen der Tage des Exils wird die Erstaufführung in Deutschland sein.

 

noch bis zum 26. Oktober

Eppendorf im Fokus – 1972 bis 1982
Gesche-M. Cordes, Fotografien

„Mehr Demokratie wagen“, war der Wahlspruch des Bundeskanzlers Willy Brandt. Die Menschen wurden ermuntert zum kritischen Mitdenken und Gestalten. Ein 'Kulturpalast' auf Rädern stand am Isebekkanal und lud Besucherinnen und Besucher ein. Eine Bürgerinitiative forderte ein neues Bürgerhaus für Eppendorf – in der Schule am Lehmweg, in der Robert-Koch-Straße anstelle eines Parkhauses oder in der Polizeiwache in der Martinistraße. Bis ein Platz gefunden war, zog die Bürgerinitiative mit Musik und Theater, Veranstaltungen, Töpferkursen oder Kasperpuppen im Kulturpalast durch Eppendorf.

Ca. 20 Schwarz-Weiß-Fotografien aus den Jahren 1972 bis 1982 zeigen den Eppendorfer Alltag und die Proteste gegen den Abriss von Wohnhäusern.

Besichtigungszeiten: Mo/Do/Fr 12:30-15:00, Mi 18:00-19:30 Uhr u.n.V. bis zum 26.10.2018

Eintritt frei

bis 26. Oktober 2018

Ausstellung
 "Im Abseits leben - Schattenseiten in den Städten"

Ca. 860.000 Menschen sind in Deutschland ohne Wohnung. Die Tendenz ist steigend. Was es bedeutet, ein Leben auf der Straße zu fristen? - Darüber machen sich die wenigsten Menschen Gedanken. Ein Leben auf der Straße ist alles andere als romantisch. Es ist gefährlich, würdelos und unvorstellbar schlimm. 
Menschen, die auf der Straße leben, haben nicht nur mit sozialer Nichtachtung zu tun. Die Bemühungen, obdachlose Menschen aus dem öffentlichen Raum zu entfernen, werden in einigen Städten recht deutlich.
Die Metropolen Hamburg, Berlin, Frankfurt und Köln sind laut Aussagen von wohnungslosen Menschen die Städte, die einen annähernd humanen Umgang mit Obdachlosen pflegen.
Leben im Abseits hat sich in diesen und anderen Städten in Deutschland umgesehen und starke Unterschiede feststellen können. Wir haben aber in jeder von uns besuchten Stadt in Deutschland Schattenseiten gefunden und gesehen, dass überall in unserem reichen Land Menschen ein würdeloses Dasein auf der Straße fristen. 
In dieser Ausstellung zeigen wir die Schlafplätze von Menschen, die im 21. Jahrhundert in Deutschland auf der Straße leben müssen.

Besichtigungszeiten nach Vereinbarung
Eintritt frei