Ausstellungen

Das Kulturhaus präsentiert kontinuierlich Ausstellungen. Beim Eintritt in das Foyer empfängt die Besucher Kunst: Das Spektrum reicht von Malerei über Grafik bis zu Fotografie. Daneben zeigen wir themenbezogene Ausstellungen und geben Gruppen und Vereinen die Gelegenheit, sich darzustellen.

bis zum 24. März, 11:00

Woche des Gedenkens
Ausstellungseröffnung
mit Livemusik
Till Leeser: Displaced Memories - Beunruhigende Verschwommenheit

Bei Besuchen der Konzentrationslager hatte ich immer das Gefühl von 'gerade noch eingefangen' und 'noch nicht ganz verschwunden'. So habe ich versucht, die Bilder in diesem Zwischenraum anzusiedeln. Unschärfe, eigentlich ein Fehler in der Fotografie, habe ich zum Stilmittel gewählt. Ich reduziere das Subjekt auf das Wesentliche. Eine Mauer ist nicht mehr nur eine Mauer, sondern auch das, was sie verdeckt, einsperrt, abwehrt oder verhindert. Ich verweigere den klassischen Wiedergabecharakter der Fotografie, ohne ihr Wesen zu beeinträchtigen, immer Teil der Situation zu sein, die sie zeigt. Der Betrachter muss sich mit dem Entzug der Realität zufriedengeben, er muss sie durch Erinnerung ersetzen.

Die Unschärfe ist ein Vorzeichen des Verschwindens. Ein unscharfes Bild lässt das Auge nicht zur Ruhe kommen, es sucht in dem Bild Indizien, die Aufschluss über das Unvorstellbare geben. Sie provoziert die Phantasie, das Unvollständige zu vervollkommnen, sie provoziert Erinnerungen.

Meine Bilder provozieren das Phänomen des sich Erinnerns. Da der Betrachter nicht von der Realität des Abgebildeten vereinnahmt wird, eröffnet sich ihm das, was nicht abgebildet ist. Das Bild füllt sich mit zusätzlichen Dimensionen, und es lassen sich Empfindungen anderer Sinne damit verbinden. Da kein Bild einer Erinnerung dem Erlebnis entspricht, an das sich die Erinnerung knüpft, kommt die Unschärfe dem Erlebnis am nächsten. Sie ist eine Balance zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Ausdruck von Unzufriedenheit und dem Verlangen, anderes zu sehen als üblicherweise.

Der Besuch dieser Orte löst in mir immer ein Gefühl von Trauer aus, das Gefühl, etwas verloren, vergessen oder versäumt zu haben. Es entsteht eine beunruhigende Verschwommenheit. Till Leeser

Zur Ausstellungseröffnung improvisierte Anne Wiemann auf dem Saxophon.

Besichtigungszeiten: Mo/Do/Fr 12:30-15:00, Mi 18:00-19:30 Uhr u.n.V. bis zum 24.3.2017

Kooperationsveranstaltung mit dem Stadtteilarchiv Eppendorf

Eintritt frei

Freitag, 31. März, 19:00

Ausstellungseröffnung mit Livemusik:
Diversity and Identity Reactivated
Vielfalt und Identität reaktiviert
Kunstausstellung
Art exhibition

معرض فني

نمایشگاه هن

KünstlerInnen aus Afghanistan, Ghana, Irak, Iran, Simbabwe und Syrien zeigen ihre Arbeiten

In allen Räumen des Kulturhauses präsentieren elf KünstlerInnen sich und ihre Werke. Samira Alizadehghanad, Mohamad Nouras Alrefai, Hussein Gire Pire, Behnaz Haghigi, Essraa Hamadeh, Adnan Harbo, Nana Osei, Davod Ranjbaran, Ihrar Valid, Reza Yousefi und Flatter Zenda malen, zeichnen, dichten und bildhauern. Vor dem Hintergrund von Flucht, Migration und Suche nach einer neuen Existenz hier in Hamburg sind in den letzten Monaten zahlreiche Kunstwerke entstanden. Die Ausstellung präsentiert die reaktivierten künstlerischen Positionen, beeindruckt in ihrer Themenvielfalt und überrascht mit unerwarteten Gemeinsamkeiten.

Zur Eröffnung spielt die Oriental Band des syrischen Musikers Ziad Khawam.

Besichtigungszeiten: Mo/Do/Fr 12:30-15:00, Mi 18:00-19:30 Uhr u.n.V. bis zum 8.5. 2017, Führungen: während der Eröffnung, jeden Mittwoch, 18:00-19:30, Mo, 8.5., 12:30- 15:00 u.n.V.

Begleitend zur Ausstellung: Kunst-Workshop Heimat Hamburg am 8. + 9. April

Flyer zur Ausstellung als pdf-Datei

Infos auf Englisch und Persisch (pdf-Datei).

Eintritt frei

Sonntag, 14. Mai, 11:00

Ausstellungseröffnung
Unbegrenzt bewusstloses Mitwissen – Malerei von Gudrun Eleonore Siegmund, Öl auf Leinwand

Immer auf der Suche nach visuellen Szenen oder Fotos, die eine traumhaft-surreale Atmosphäre tragen, obwohl sie realistische Szenerien zeigen, fotografiert Gudrun Eleonore Siegmund selbst oder findet passende Fotografien, die einen höchst subjektiven inneren Prozess in Bewegung bringen.

Durch Verfremdungen, Unschärfe oder surrealistische Elemente entsteht dann eine Malerei, die im Zusammenhang mit Erinnerungen, Gefühlen oder Vorstellungen steht. Zum Teil weisen die Bilder reale Bezüge auf und könnten doch durch die Wahl des Motivs oder die Art der stilistischen Verfremdung ein Fragment des Unterbewusstseins, eines Traums oder einer Erinnerung sein.

Besichtigungszeiten: Mo/Do/Fr 12:30-15:00, Mi 18:00-19:30 Uhr u.n.V. bis zum 19.6.2017

Eintritt frei

Sonntag, 25. Juni, 11:00

Ausstellungseröffnung
Oshibana - Japanische Pflanzencollagen

Japanische Pflanzencollagen, genannt Oshibana, sind eine alte Kunstform, der sich die Künstlerin Mako vor ein paar Jahren zugewandt hat. Dabei werden Pflanzenteile wie Blüten, Stiele, Blätter oder Fruchtschalen mit Spezialpapier gepresst und anschließend zu kunstvollen bildlichen Kompositionen gelegt. Hierfür benötigt man eine ruhige und geschickte Hand und viel, viel Geduld. Die filigranen Arbeiten lassen sich als Leinwanddrucke bewundern.

Mako (mit bürgerlichem Namen Masumi Hattesohl, geboren in Nara, Japan) bietet auch Workshops an, bei der man diese besondere Kunsttechnik näher kennenlernen kann.

Besichtigungszeiten: Mo/Do/Fr 12:30-15:00, Mi 18:00-19:30 Uhr u.n.V. bis zum 28.08.2017

Eintritt frei